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TGM

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TGM, Wexstraße 19-23
rechts oben das Zimmer des PCC-TGM im 14. Stock (1436)
TGM-Gebäude
So ziemlich die ersten Worte meines Abteilungsvorstands Dr. Stelzl waren etwa die, dass es etwa drei Jahre dauern würde, bis man wüsste, ob jemand als Lehrer taugt. Er wollte mir offenbar Mut zusprechen, dass die Probleme, die man bei dieser doch recht unüblichen Arbeit hat, auch andere haben, und dass sich das mit der Zeit bessert. 

Ich traf mich in diesen Tagen manchmal mit Albert, dem Gitarristen und Leadsänger der Scotties und ich entwarf damals Konzepte für digitale elektronische Orgeln. Bei einem dieser Zusammentreffen sagte ich ihm, dass ich ins TGM ginge. Interessant war seine Frage, ob ich dort als Schüler wäre. Er wusste genau so wie auch Professor Patzelt, dass Vortrag nicht unbedingt meine Stärke war.

Ich staunte nicht schlecht, dass gleich drei meiner neuen Kollegen, Rudolf König, Gottfried Ehrenstrasser und Klaus Eckl meine Vorgänger an meinem vorigen Arbeitsplatz im Arsenal waren. Und nach etwa 10 Jahren Unterrichtstätigkeit kam auch noch Kollege Burger dazu, der ebenfalls Mikrocontroller-Spezialist im Arsenal war. 

Und tatsächlich waren die ersten Jahre nicht nur intensiv und lehrreich mit bis zu 50 Unterrichtsstunden pro Woche; man musste viel Kraft aufwenden, um in einer Klasse zu bestehen.

Bei mir hat dann diese Lernphase nicht drei sondern sicher fünf Jahre gedauert aber genaugenommen hörte sie nie auf. Jedes neue Jahr war ein neuer Anfang mit neuen Konzepten, neuen Beispielen, neuen Methoden und oft auch neuen Gegenständen.

Und den Mikrocontrollern bin ich ab diesen Zeitpunkt sehr intensiv begegnet. Sowohl Hardwarekonzeption als auch Softwareschulung waren Hauptthemen beim Unterricht.

Mein Vorteil gegenüber den eingesessenen Lehrern war, dass ich sehr gerne neue Konzepte ausprobiert habe; neue Gegenstände, neue Programmiersprachen und schließlich 1996 sogar eine andere Schule, nämlich das schulübergreifende Kolleg für Multimedia an der Höheren Grafischen Versuchsanstalt. Diese Bereitschaft hatte den Vorteil, dass ich mich weniger mit Grundlagenfächern auseinandersetzen musste, dafür haben sich die Inhalte oft verändert und am Schluss meiner Unterrichtstätigkeit habe ich praktisch nichts mehr von dem wiedererkannt, mit dem ich im ersten Jahr gestartet bin.
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